
Im Fokus des Sonntags steht das Schopflöffelbekenntnis. Es ist als Wort gekommen, als die Hühnersuppe serviert wurde. Am besten ist Hühnersuppe vom Vortag, einmal wiederaufgewärmt. Dass man eine alte Geschichte aufwärmt, kann viel bedeuten. Heute alles anders. Elke ist da auf ihrem Weg nach Ahrenshoop am baltischten aller Meerbusen. Wanderungen am Busen des Bodden. Weil viele Touris rücksichtslos herumlaufen, ein Landschaftsschmutzgebiet. Mit Schildbürgerhinweisen. Am Strand.
Die Schöpfkelle ist von Rösle, verchromt, großer Kellenbodden. Die Leica Dlux 7 liegt direkt aufm Tresen. Großer Tresen gewesen. An manchem Tresen Deutschlands wird die Welt genesen. Mit Ausnahme der Chinesen. Der Russe guckt schon ab und an und fährt die Flanke lang, Richtung Fehmarnbelt.
Das S/W-Foto ist eine Tat von kurzem Verschluss und mehrfacher Auslösung. Die Tat findet Erlösung im heimischen Fotokochstudio wie eine Schmerztablette im Tafelwasser. Die Spiegelung der Kelle im Auge des Schöpfbodens konkav, nicht konvex. Spiegelung kopfüber. Im Foto steht der Fotograf auf dem Kopf. Und Elke im Hintergrund. Moderne Bildbearbeitung canvas. Die 180 Grad-Drehung im Auge des Suppensturms ein Klacks, von der Suppe einen Klecks.
Das Begriffskonstrukt Schöpflöffelbekenntnis entsteht Sonntags über allein im Kopf des Berichtsverfassers. Der bin ich. Hinterher wird netzrecherchiert. Tatsächlich. Zwar existiert das Wort nicht wirklich und bekommt heute sein Branding #DerUhrheber. Die kleine Person rechts unten auf dem Bild, ein Mann in Piraten-Lederkluft, mit Stiefeln und großem Aufhebens. Die Armbanduhr, ist er Uhrheber („We can be heroes just for one day.“ – David Bowie) – Ruhe in Frieden, David Bowie.

































































































































